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Aufsetzen eines Debian Mini Servers
- Einleitung
Seit der ersten Vernetzung von Forschungseinrichtungen, Universitäten, und Hochschulen, hat sich das Internet
zu einem großen komplexen weltumspannendem Netzwerk entwickelt.
Heutezutage verfügt fast jeder Privathaushalt über einen Internetanschluss. Das Netz der Netze gewinnt
zunehmend an Bedeutung: E-Mail, WWW, Fernverwaltung sind nur einige Schlagwörter...
Um ganze Netze zu verwalten, und diese mit dem Internet zu verbinden, kommen meißt Geräte wie Route und
Gateways zum Einsatz.
Dieser Text, soll in die Netzwerkverwaltung mittels Linux-Server auf Debian-basis einweisen, und dabei die Vorteile
und das Potential eines richtig eingesetzen Servers verdeutlichen.
- Hardware
Überlegungen:
Bei der Auswahl der Hardware, sollte mit großer Sorgfalt und mit viel Bedacht vorgegangen werden.
Zunächst sollte man sich Gedanken machen, welche Hardware benötigt wird:
- Zuverlässigkeit Hardware: Produktiveinsatz / Hochverfügbarkeit VS. Testprojekt)
- Lärmemmision (steht der Server in einem eigenen bzw. abgeschottetem Raum VS. steht die Maschine im Schlafzimmer)
- Leistungsaufnahme (Stromspar-heimserver VS. Hochleistungsanspruch)
Das Netzteil ist nicht zu unterschätzen bzw. einige sehen es gar nicht in der Kathegorie Hardware,
sondern eher als lästiges Mittel zum zweck. Dem ist nicht so ! Beim Neukauf sollte man auf einige wichtige
Dinge achten:
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Wirkungsgrad und Leistungsaufnahme: Entgegen der Meinung einiger selbsternannter IT-Professionals, spielt die aufgedruckte Wattzahl nicht die entscheidende Rolle! Wichtig ist der Wirkungsgrad, welcher theorretisch im Bereich ]0;1[ liegt: dieses sollte möglichst groß sein, z.B. 0,9.
Ein solcher Wirkungsgrad von 0,9 bedeutet, dass 90% der Aufgenommenen Leistung bei der Hardware landen, die restlichen 10% sind Verluste (z.B. Erwärmung).
Wirkungsgrad 0,1 bedeutet, dass nur 10% der Energie für den Rechner genutzt werden, 90% gehen durch Erwärmung verloren. (dieses Beispiel kann man meißt bei Kaputten Netzteilen beobachten ;-)
Um es nochmal vereinfacht darzustellen: Das Netzteil sollte im Optimalfall nur soviel Leistung aufnehmen, wie der Rechner samt Preipherie benötigt !
Ein Netzteil mit dem Aufdruck 800 WATT bringt deshalb nur dann etwas, wenn auch der Wirkungsgrad hoch ist.
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Lärmemmission: Je nachdem wie Lärmempfindlich die Umgebung ist, bzw. wo der Server später stehen soll, kann es wichtig sein, dass das Netzteil Geräuscharm ist. Einige Hersteller führen spezielle "Low Noise" Produkte. Meist sind zudem Netzteile mit 12cm Lüftern leiser als ein gleichwertiges mit 8cm Lüfter,
da ein grö weniger Drehzahl braucht zum gleichen Luftdurchsatz. Allerdings gilt das nur wenn die beiden Lüfter von gleicher Qualität sind.
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Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit: Hier stellt sich die Frage ob erhöhte Ausfallsicherheit durch Wahl eines hochwertigen Netzteils ausreichend ist.
"Blitzschlag" Eine normale Überspannungsschuztsteckdose, sollte für den Privatgebrauch ausreichen. Doch sei erwähnt, dass diese wahrscheinlich bei einem Einschlag in unmittelbarer Nähe auch nichts mehr hilft. Wichtig ist bei Kauf eine Überspannungssteckdose die Versicherung bzw. Schadenshaftung.
"Stromausfall" Abhilfe könnte eine Uninteruptable Power Supply (Unterbrechungsfreie Strom Versorgung). Für den Privaten Gebrauch sind diese Geräte kaum rentabel. Anschaffung und Erhaltungskosten stehen beim Privatgebrauch in keinem Verhältnis zum Nutzen,
ausserdem muss man sich noch darüber im Klaren sein, dass eine USV ca. so groß wie ein Midi-Tower ist, und um die 80kg wiegt.
Massenspeicher zälen zu den wohl wichtigsten Komponenten eines Servers. Die Daten einzelner Nutzer, Rechner, Netzwerkfreigaben, Einstellungen uvm. befindet sich meißt auf einer Festplatte.
Wie aus den 3 unten genannten Fallstudien ersichtlich, ist der Ausfall einer Festplatte keine Besonderheit, deshalb sollte man sich hier besonders Gedanken über die Sicherheit der Daten machen.
Wer diese Tatsache ignoriert, muss sich im Klaren sein was totaler Datenverlust bedeutet, was bei normalen Festplatten im Dauerlastbetrieb wirklich keine Seltenheit ist.
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Kapazität und Partitionierung: Hierfür gibt es leider nur wenige Faustregeln, man muss sich nun Gedanken machen, welche Daten auf dem Server gespeichert werden sollen, und dann die Dimensionierung vornehmen.
Erfahrungsgeäß sollte ein Minimum von 80 GB nicht unterschritten werden.
Insgesammt sollte man mit (/boot ca. 1GB), (/root ca. 1GB), (System 2GB) => 4 GB rechnen, die vom System in Beschlag genommen werden.
Besonders wenn große Datenmengen auf dem Server gespeicher werden sollen empfiehlt es sich eine
"System-Festplatte" und ein oder mehrere Festplatten für Daten zu verwenden.
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Lärmemmission: Je nachdem wie Lärmempfindlich die Umgebung ist, bzw. wo der Server später stehen soll, kann es wichtig sein, dass die Festplatte Geräuscharm ist. Einige Hersteller führen spezielle "Low Noise" Produkte.
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Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit: Systeme im Produktiveinsatz sollten schon auf Hardwareebene z.B. durch spiegeln der Daten auf 2 Festplatten das Verlustszenario entschärfen.
Der Zusätzliche Einsatz von speziellen für den Server-Betrieb ausgelegte Festplatten, scheint die Sicherheit der Daten ausreichend zu gewährleisten.
Backup In einem worst-case-Szenario könnte man sich den Totalausfall beider gespiegelter Festplatten vorstellen.
Je nach Wichtigkeit der Daten sollte abgewogen werden, ob bzw. wie häufig Backups erstellt werden müssen.
CDs bzw. DVDs eignen sich gut um das System an sich (Konfigurationsdateien usw.) zu sichern, nach einem Totalausfall des
Festplattensystems muss so lediglich die neue Hardware installiert werden, und das System kann wieder hergestellt werden.
Für die Sicherung der Massendaten der Nutzer kommt am ehesten ein Externer Massenspeicher wie eine USB-Festplatte in Frage.
Übersicht von Machbarkeit und Fallstudien ;-)
Um ein wenig Überblick bzw. ein besseres Bild zu bekommen hier einige Konfigurationsmöglichkeiten für Server.
Minimalkonfiguration:
Quelle: Debian.org
| RAM (minimal) |
RAM (recommended) |
Hard Drive |
| 64 megabytes |
256 megabytes |
1 gigabyte |
Erprobte Konfigurationen und deren Einstufung:
| CPU |
RAM |
Festplattekapazität(en) |
Einstufung |
| 100 MHz |
64 MB |
1 GB |
lauffähig, aber geht bei Last in die Knie => für kleine Testnetze 1-5 nutzer für triviale Netzwerkverwaltungsaufgaben |
| 300 MHz |
128 MB |
20 GB |
besserer Testrechner: 5-15 Nutzer für Dateiaustausch Webserver usw. |
| 500 MHz |
256 MB |
80+40 GB |
sinnvoller Produktiveinsatz |
Auswahl:
Wie man sieht benötigt man keinen Rechner der neuesten Generation ! Für Testprojekte reicht auch ein alter Rechner aus dem Keller !
Für den Produktiveinsatz, sollte man hingegen abwägen:
- Stromverbrauch
- Anschaffungspreis
- Finanzieller aufwand und Technische Ausbeute
Hier wird genauer auf eine Konfiguration für den Produktiven Einsatz eingegangen. Folgende Richtlinien bzw. Kriterien wurden überlegt:
- Rechenleistung: ab ca. 500 MHz kann man von sinnvollem Produktiveinsatz sprechen; mit 1 GHz hat man noch etwas Spielraum für eventuell höhere Lasten, wie z.B. verschlüsselte Festplatten.
- Rechnerform: möglichst klein, und Besenkammertauglich
- Board: klein
- Finanzielle Aspekte und Wirtschaftlichkeit: Anschaffung günstig, Stromsparen
Bei der Auswahl kamen einige Maschinen in Frage, letzendlich fiel die Entscheidung auf den Jetway. Dieser ragte vorallem durch geringen Strombverbrauch heraus, wobei er trotzdem über ausreichend Leistung verfügt, und Anschlussmöglichkeiten für Peripherie bietet.
- Software
Als Distribution kommt Debian Stable (Etch) zum Einsatz. Gerade Debians stabiler release candidate eignet sich für den Einsatz als Produktivserver. Um nur einige Vorteile zu nennnen:
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Einfache Installation: apt-get erlaubt http, ftp, cdrom, und andere Installationsquellen für Packete
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Stabilität: Debian Stable ist wie der Name schon vermuten lässt SEHR stabil, wenn nicht gerade root persönlich auf der Konsole Amok läuft, stürzt der Server so gut wie nie ab !
- Sicherheit: Regelmäßige Updates von Debian Security verfügbar, meißt unmittelbar nachdem relevante Lücken erkannt wurden.
- Kostenlos erhältlich: Alle verfügbaren Teilkomponenten bzw. Packete die man für dieses Projekt benötigt sind bei Debian inklusive.
Uptime von Beispielsystemen verdeutlicht die geringe Fehlerrate des Betriebssystems
| Hardware |
Verwendung |
längste ununterbrochene Uptime / Bemerkung |
| 100 MHz CPU , 64 MB Ram, 1 GB HDD |
Debian Woody: DHCP, DNS, ssh, apache |
30 Tage, dann wurde abgeschaltet, weil Testprojekt zu ende war. |
| 300 MHz CPU, 128 MB Ram, 20 GB HDD |
Debian Sarge: DHCP, DNS, ssh, nfs, apache, ftp, vnc-TerminalServer, Gateway/Router/Masquerading, Firewall, |
90 Tage ohne Vorfälle/Fehler; dann fiel die Festplatte aus |
| 500 MHz CPU, 256 MB Ram, 80 GB + 40 GB HDD |
Debian Sarge, im Laufenden Betrieb problemloses upgrade auf Debian Etch: DHCP, DNS, ssh, nfs, apache, ftp, vnc-TerminalServer, Gateway/Router/Masquerading, Firewall, VoiceBox, FAX, Netzwerk-Boot-Server, samba, ntp, |
80 Tage ohne Vorfälle/Fehler, dann Ausfall der Festplatte
Mit neuer Festplatte: 125 Tage ohne Vorfälle/Fehler (bis jetzt) |
In Planung:
PXE Booten aus dem Netzwerk
FTP Server
TFTP Server
E-Mail Server
p2p leecher
jetway-wrt54gl kombination
anleitung routen setzen
anleitung madwifi
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